Land und Leute

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Artern

In den frühen Morgenstunden wurde ein Brandanschlag in Artern verübt.

Artern. Unbekannte haben mehrere Brandsätze auf ein Gebäude in Artern geworfen, in dem zwei syrische Familien untergebracht sind. Die Brandsätze trafen das Dach des Gebäudes und brannten vor dem Haus aus. Verletzt wurde niemand.

Es handelt sich um das Gebäude, in dem demnächst ein Hotel eröffnen soll. Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen. Wenn Sie etwas beobachtet haben, melden Sie sich bitte bei der Polizeistation Artern unter 03466 / 361-0.

Gegen Mittag hat sich der Innenminister Herr Holger Poppenhäger und die Landrätin Frau Antje Hochwind angekündigt.
---------------------------- Nachtrag 13:15 Uhr:
Gegen 12:30 Uhr traf der Innenminister Herr Poppenhäger in Artern ein und wurde von der Landrätin Frau Hochwind und der Bürgermeisterin Frau Zimmer empfangen. Die Kriminalpolizei Nordhausen informierte über den derzeitigen Kenntnisstand. Man geht davon aus, dass versucht wurde das Gebäude in Brand zu setzen. Die Behältnisse mit Brandbeschleuniger erreichten das Gebäude jedoch nicht und brannten vor dem Gebäude aus. Die Ermittlungen laufen jetzt auch über Ostern auf Hochtouren. Welcher Brandbeschleuniger zur Anwendung kam, wird jetzt von Cheminkern geprüft. Ein Spürhund war vor Ort.

Die Landrätin drückte ihre Trauer aus und betonte, dass der Kyffhäuserkreis ein gastfreundlicher Kreis sei, in dem viele Ehrenamtliche sich um die Flüchtlinge bemühen. Bürgermeisterin Zimmer zeigte sich bestürzt darüber, sollten Arterner diesen Anschlag zu verantworten haben. Der Innenminister betone, man solle nicht vorschnell urteilen. Die Brandsätze seien in Richtung des neuen Hotels geflogen, dass sich auf dem Areal befindet, auf dem auch die Unterkunft für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge befindet. Im Hotel sind allerdings noch zwei Flüchtlingsfamilen aus Syrien untergebracht.

Die Brandsätze wurde nach Angaben der Kripo Nordhausen von außerhalb des Geländes geworfen. Der Anschlag ereignete sich gegen 4:45 Uhr. Man ermittle in alle Richtungen. So sei auch der Staatsschutz an der Sache dran. Die noch sichtbaren Spuren des Anschlags wirken harmloser, als sie sind. So hat die Spurensicherung schon vieles eingetütet. Ein Sprecher der Kripo Nordhausen betonte die Gefahr, die durch die Brandsätze ausging.

Matthias Zupp

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