The Lewis Hamilton Band

Bilder und Rezension zum Konzert im Panorama Museum vom 21. April 2017

Fred Böhme

Rechteinhaber: Fred Böhme/Archiv Panorama Museum
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Laut, rau und geradeaus…
das könnte das Motto des letzten Konzert der LEWIS HAMILTON BAND am 21. April diesen Jahres in der Eingangshalle des Panorama Museums gewesen sein, so zumindest klang ihre Musik an diesem Abend. Nach acht Stunden Autofahrt langte das schottische Trio aus Belgien zu ihrem einzigen Deutschlandgig gegen 17:00 Uhr am Auftrittsort an. Es blieb Ihnen genügend Zeit zum Entladen der Instrumente, zum Aufbau und für den Soundcheck. Letzterer, der mit diesen Musikern recht entspannt ablief, konnte aber nur so wirkungsvoll sein, wie sie selbst bereit waren, sich an die Absprachen zu halten. Natürlich sind Klangvorstellungen oft auch an bestimmte Lautstärken gebunden und ein schöner Endstufenröhrenzerrsound beginnt abhängig von den Leistungsparametern des Verstärkers erst bei einer bestimmten Lautstärke. Doch welche Chance zur Gestaltung des Klangbildes hat der Mann an den Reglern, wenn der Musiker auf der Bühne seinen Amp während des Konzertes deutlich lauter stellt? Er kann den Rest der Instrumente nur an diese Vorgabe anpassen, sofern seine Technik ihm das gestattet. Durch Schallreflexionen gehen größere Lautstärken allerdings oft zu Lasten eines ausgewogenen, klaren Klangbildes. Darunter litt dieses Mal etwas das Konzert der Band.
Nach etwas mäßigem Vorverkauf fanden sich letztlich an diesem Abend wieder 135 zahlende Gäste ein und wollten den modernen, elektrifizierten Blues-Rock des Trios noch einmal erleben. Die Band gastierte an dieser Stelle bereits im September vergangenen Jahres und war kurzfristig für die Shawn Jones Band aus England eingesprungen, die wegen ihres Managementwechsels die ursprünglich geplanten Deutschlandkonzerte abgesagt hatte. Sie boten an diesem Abend wieder eine Mischung aus Stücken ihrer letzten beiden CDs mit eher bluesinspirierten Rocknummern wie „Empty Roads“, „Stick And Stones“ oder „Old Faces“, präsentierten aber auch Gospel-Nummern aus den 30ern und dieses wunderbare „I´d rather go blind“ von Etta James, an dem sich auch schon Christine Perfect oder die geniale Koko Taylor versucht hatten. Ganz im Zentrum standen wieder die Gitarren- und Gesangskünste von dem noch recht jungen Lewis Hamilton, der ein paar sehr schöne Solis spielte und mit fingerflinker Saitenakrobatik über lange Strecken zu überzeugen vermochte. Allerdings gab es auch Passagen, bei denen sich der Eindruck ermüdender Wiederholung einstellte und eine stringentere Konzentration auf den Song dem Konzert gut getan hätte. Auch gesanglich hätte ich mir etwas mehr Nuancenreichtum gewünscht, denn einerseits verfügt Lewis über eine kräftige Stimme, die er in leiseren Passagen durchaus angenehm einzusetzen verstand, meinte wohl aber, dass Expressivität des Songs nur durch entsprechenden Energieeinsatz mit der Stimme zu erlangen sei. Ein Missverständnis, was man seiner Jugend zugutehalten muss. Lewis Vater Nick sorgte am Bass meist unauffällig für das nötige Rhythmusfundament zusammen mit dem energetisch aber nicht unbedingt abwechslungsreich an den Drums agierenden Ben O´Reilly. Während die Band im ersten Konzertteil ausschließlich zusammen musizierte, eröffnete Lewis den zweiten Teil des Konzertes mit vier akustischen Stücken solistisch, er begleitete sich auf der Dreadnought-Gitarre und sang dazu. Insgesamt bot die Band an diesem Abend wieder grundsoliden (Blues-)Rock, der aber durchaus noch Entwicklungspotential hat. Trotzdem nahm der überwiegende Teil des Publikums die Darbietungen der Band sehr positiv auf, dankten ihr mit reichlich Applaus und forderten zum Schluss auch noch Zugaben.

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