Kurzmeldungen

Die Rot-Rote Kreissäge

Kommentar von Torsten Blümel (DIE LINKE) zu einer Aktion der Jungen Union Kyffhäuserkreis.

Artern. Die Junge Union warb jüngst damit, dass sie die Rot-Rote-Kreissäge stoppen wollen (http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=149664). Dazu ein Kommentar von Torsten Blümel:

"Die CDU inklusive ihrer Jungspunde von der Jungen Union tut sich derzeit etwas schwer damit, die richtigen Bilder im Wahlkampf zu vermitteln.
Erst droht sie mit der "Rot-Roten-Kreissäge", um auf eine mögliche Kreisgebietsreform von LINKEN und SPD hinzuweisen. Damit scheitern sie allerdings gleich auf mehreren Ebenen. Liebe Jungunioner, damit seit ihr ein paar Monate zu früh im Rennen, eine Kreisgebietsreform beschließt der neue Landtag. Das Plakat hättet ihr zur Landtagswahl bringen sollen, aber die ist doch erst im September. Hat man euch das nicht gesagt? Gut, vielleicht kommt’s dann ja noch mal aufgewärmt, dann ist allerdings die Wirkung verpufft. Dumm gelaufen. Und dann auch noch die CDU als Landtagsopposition, sozusagen von der Kreissäge abgesägt. Und richtig gelesen habt ihr auch nicht - es sollen Kreise zusammengelegt werden. Es fehlt euch wohl ein wenig handwerkliches Geschick: Eine Säge ist zum teilen da, nicht zum zusammenfügen. Da hattet ihr wohl, um in eurem Parteifarbendenken zu sprechen, einen kleinen Black-Out. Oder einfach mal keine Ahnung, was eine Säge ist.

Aber auch der CDU-Spitzenkandidat tut sich mit Bildern schwer. Da bietet er, auf seinen Namen gemünzt, ab sofort Thüringer Bratwurst mit Sauerkraut an und nennt das ganze Krautwurst. Das stößt doch jedem Thüringer sauer(kraut) auf, was man da aus der Thüringer Bratwurst macht. Und auch die Oberfranken werden sich entrüsten. Denn die Krautwurst ist eine oberfränkische Spezialität. Sie ähnelt einer Leberwurst, die mit Kraut gestreckt wurde. Da will uns die CDU doch wieder was unterjubeln, was es garnicht ist.
Und dann will Herr Krautwurst auch noch seinen Senf dazugeben. Altenburger, mit einem CDU-Aufkleber drauf. Dabei ist die CDU weit davon entfernt, so scharf zu sein, wie sie mit dem Senf vorgeben will. Und Herr Krautwurst vergisst dabei allerdings auch noch, dass "seinen Senf dazugeben" negativ belegt ist. Den gaben nämlich die Wirte im 17. Jahrhundert jedem Gericht bei, als Senf groß in Mode kam. "Da dies ebenso unangenehm war wie ein unerwünschter Rat, bürgerte sich auf diese Weise nach einiger Zeit das Sprichwort ’seinen Senf dazugeben" ein.’ (Quelle: http://de.wiktionary.org/wiki/seinen_Senf_dazugeben)."

Torsten Blümel

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