Politik

Ausbau der B4 im Kreis soll Wirtschaft befeuern

Das Landratsamt verspricht sich davon „industrielle Ansiedlung von Großunternehmen“. Es drohen jedoch Verzögerungen.

Symbolbild

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Kyffhäuserkreis. Die Bundestraße 4 (B4) ist die Hauptverkehrsachse zwischen Nordthüringen und der Landeshauptstadt Erfurt, welche einen maßgeblichen Einfluss auf die gesamte Wirtschaftsregion Nordthüringen besitzt. Im Zuge dieser wirtschaftlichen Bedeutung wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 4. Januar 2022 der Ausbau der B4 im Bereich der Sundhäuser Berge beschieden. Ein Ausbau dieser hochfrequentierten Straße würde einen deutlichen positiven Einfluss auf die industrielle Ansiedlung von Großunternehmen mit sich bringen, da eine flüssige Verbindung zur Autobahn 38 (A38) als zentrale Ost-West-Verbindung in Mitteldeutschland gewährleistet wäre.

Das zuständige Landesamt informierte im Juli 2023, dass der Beginn der geplanten und beschiedenen Baumaßnahme sich bis 2027 verzögern wird. Im Zuge dessen wurde seitens des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen sowie der Städte Sondershausen und Nordhausen im Dezember 2023 ein Schreiben an die Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Frau Susanna Karawanskij (DIE LINKE) aufgesetzt, in welchem die wirtschaftlichen Folgen einer solchen Verzögerung für den gesamten Wirtschaftsraum Nordthüringen aufgezeigt wurden. Darüber hinaus hat die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind-Schneider (SPD), eigeninitiativ dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft und Infrastruktur personelle Unterstützung angeboten, um eine mehrjährige Verzögerung der Baumaßnahme mit seinen wirtschaftlichen Folgen zu verhindern.
Nach Gesprächen zwischen dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) und dem Landratsamt des Kyffhäuserkreises wurde ein Entwurf für eine „Vereinbarung zur weiteren Planung zum Bau der Bundesstraße 4 Sundhäuser Berge“ zwischen der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das TLBV, und den beiden Landkreisen erarbeitet, welcher beinhaltet, dass der Kyffhäuserkreis federführend und in Kooperation mit dem Landkreis Nordhausen sowie den Städten Nordhausen und Sondershausen mit der Umsetzung der Baumaßnahme betraut ist. Entstehende Kosten würden hierbei vollständig durch den Bund übernommen werden. Dies implementiert auch die personelle Unterstützung, die der Kyffhäuserkreis angeboten hat, um einen reibungslosen Ausbau der B4 zu gewährleisten. Die Vereinbarung soll zeitnah unterschrieben werden.

„Wir befinden uns gerade in der rechtlichen Prüfung des Vereinbarungsentwurfes, jedoch bin ich zuversichtlich, dass wir die konkrete Bauplanung zeitnah beginnen und somit die gesamte Wirtschaftsregion Nordthüringen nachhaltig stärken können“, äußerte sich Hochwind-Schneider.

Landratsamt

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