Kultur
Museumsnacht mit dem Motto „Blau-Blue-Blues“
Blau, bunter, Museumsnacht: Von Blues über Kunst bis zum filmischen Zeitgeist. Tauchen Sie ein in eine Nacht voller Überraschungen.
12. Oktober 2026
12.10.2026
„Ralf_Kleemann_2“, Rechteinhaber: Ralf Kleemann
Bad Frankenhausen. Zur diesjährigen Museumsnacht am 24. Oktober ab 19:00 Uhr im Panorama Museum gibt es das Motto „Blau-Blue-Blues“, das zum einen die musikalische Ausrichtung des Abends bestimmt, allerdings auch in einer Präsentation der Kunstkurse des Museums begründet ist. Blau ist der Himmel, die Blume der Romantik, das Meer, die magische Box in David Lynch „Mulholland Drive“, das Gewand der Maria, meine Jeans, die FDJ-Bluse oder Heikos Arbeitshose, die Farbe der in die Unendlichkeit gerichteten Sehnsucht, ein Attribut der (adligen) Herrscher (blaues Blut), die Erde vom Weltraum aus, der Mantel Wodans, der Bart ägyptischer Götter oder die Hautfarbe Krishnas, ein Hinweis auf die Treue wie im Vergissmeinnicht, aber auch der Trauer (Uniformteile der Marine), des Unheils, der Lüge („Das Blaue vom Himmel lügen!“) und der bösen Engel beim Jüngsten Gericht…
Mit dabei sind dieses Mal unter anderem das Folkblues-Duo JOSA & ALEX WURLITZER (Bluesharp trifft Gitarre und Gesang)
Josas Wurzeln ankern in der Thüringer Bluesszene der 80er Jahre. Auch wenn er sich nie um Genregrenzen geschert hat, sind Musiker wie Sonny Terry, Taj Mahal, Rory McLeod ewige Vorbilder. Sein Mundharmonikaspiel ist frei von Klischees und voll tiefer Emotionalität.
Alex Wurlitzer ist ein Gitarrenenthusiast und spielt virtuos alles, was Saiten hat. Ein Klangästhet ist er außerdem und so ist seine Rhythmusarbeit eine Freude und Soli geraten zum glitzernden Höhepunkt eines Stückes. Mit Witz & Grips interpretieren die Beiden populäre, unbekannte und eigene Titel.
Alex: Resonatorgitarre, akustische und elektrische Gitarre, josa: voc, Git, bluesharp
und die Bluesband MUDDY WHAT? aus Nürnberg und München mit einer überragenden Leadgitarristin, die uns elektrisierende Blue Notes servieren werden.
MUDDY WHAT? steht für NEW BLUES: Die drei jungen Musiker aus München und Nürnberg verpassen der traditionellen Stilrichtung eine moderne, erfrischende und unverwechselbare Note.
?Sie sind die Gewinner der GERMAN BLUES CHALLENGE 2021. Wabernde Delta-Sounds, funky Beats, filigrane Balladen und dann wieder stampfender Blues: Das Trio zeigt sich facettenreich und mit dynamischem Leichtsinn. Fabian Spang (git, voc), Ina Spang (git, mandolin) und Michi Lang (dr, bass) touren unermüdlich und euphorisch quer durchs Land. Seit etlichen Jahren mischen sie unzählige kleine und große Clubs auf und begeistern Festivalbesucher.
Ralf Kleemann beruhigt die Gemüter mit blau-atmosphärischen Ambientsounds und präsentiert sie auf der Harfe, verschiedenen Gongs und Flöten.
Er präsentiert auf seinem Instrument neben bekannten Werken aus der Harfenliteratur viele eigene Kompositionen. Dabei lässt der Musiker viel Raum für spontane Impulse und das Spiel mit den Klangfarben seiner Harfe. So kann das Publikum dieses prachtvolle Instrument von vielen Seiten kennen und schätzen lernen...
Eine Auswahl preisgekrönter Kurzfilme der AG-Kurzfilm fühlt dem Zeitgeist schonungslos auf den Zahn, der nicht immer mit einem blauen Auge davonkommt.
„Detlev“ (D 2024), ein Stop-Motion-Animationsfilm über einen immerzu frierenden Straßenkehrer, der jeden Abend an derselben Tankstelle Halt macht, um dort ein mikrowellenwarmes Hawaii Toast für ein Wärme spendendes bizarres Ritual kauft… „Ein Animationsfilm, der durch seine eigenwillige Mischung aus lakonischem Humor, liebevoller Bildgestaltung und wendungsreicher Skurrilität besticht“ aus der Jurybegründung.
„Uncanny Home“ (D 2025) über eine virtuelle Reise zweier Mädchen per VR-Brille von Berlin nach Brasilien, an den Ort der Kindheit einer von beiden, das Haus ihrer Großeltern, dem Ort ihres Fahrradunfalls und längst vergessener Erinnerungen …
„Spätsommer ´91“ (D 2024) über eine Geburtstagsparty, auf der das Salz ausging…
„Pain That Comes in Waves” (D 2024), eine experimentelle Filmmontage aus Gedankensplittern, Bildern und Assoziationen während einer Geburt…“eine clevere und von Humor durchzogene Montage, die tief in die private Gedanken- und Gefühlswelt blicken lässt, ohne in eine gefühlsduslige Nabelschau abzugleiten…“, aus der Jurybegründung.
„Mama Micra“ (D 2024), ein Animationsfilm über eine Frau, die zehn Jahre in ihrem Auto lebte, bis sie nicht mehr laufen konnte…
Das Minidrama „Majini“ (D 2025) über einen afrikanischen Jungen, der Furcht vor tiefem Wasser hat, aber wegen der Erkrankung seines Vaters zusammen mit seinem Bruder aufs Meer zum Fischfang fhren muss…
Und „Die ganze Nacht“ (AR/BF/D 2025), in dem eine afrikanisch stämmige Frau mit dem Zug zu ihrem Zuhause in Berlin fährt und Handynachrichten mit Issaka in Ouagadougou über ihre alltäglichen Erlebnisse austauscht…
Desweiteren kann das thematische Blau nicht nur in der aktuellen Sonderausstellung und dem Panoramagemälde sondern auch in einer thematischen Kursausstellung aufgespürt werden.
Während der Kinderkurs ein schönes Ferienerlebnis unter dem Motto „Blau machen bei einer Fahrt ins Blaue“ malte, ging es den Mitgliedern des Kurses „Bildnerisches Gestalten“ darum, ihre ganz persönliche Beziehung zur Farbe Blau in einem Werk zu veranschaulichen. Einige Mitglieder sind an diesem Abend anwesend und stehen für den Gedankenaustausch zur Verfügung und präsentieren erste Resultate ihrer Beschäftigung mit dieser Thematik.
Dabei helfen thematische Führungen dem interessierten Betrachter bei der Suche nach den blauen Momenten. Dirk Kurschentat widmet sich den blauen Details im Panorama-Gemälde, Michael Dittrich wird unter dem Motto „Ins Blaue, Geschichten im Panorama-Gemälde“ Einzelaspekte von Tübkes Meisterwerk veranschaulichen, Laura Burges führt unter dem Titel „Blaue Hosen, Kleider, Jacken, blaue Accessoires…“ durch die aktuelle Sonderausstellung und natürlich ist Profitechnik oft blau und Grund genug diese im technischen Herz des Museums aufzuspüren.
Und wie immer sorgt das Café P. für die gastronomische Versorgung der Gäste und schaut dabei jemand zu tief ins Glas hinein, gelangt er wieder zum Motto dieses Abends …
Besucher der Veranstaltung nutzen bitte die normalen Besucherparkplätze! Die Parkplätze auf dem Museumsgelände sind ausschließlich für die Mitwirkenden und gehbehinderte Gäste bestimmt.
Videos: https://www.youtube.com/watch?v=Ano5HxCsNPk
https://www.youtube.com/watch?v=NwuRaBoCHv4
https://www.youtube.com/watch?v=BV7ZwyfSRPQ
Eintritt: VVK 15,00 € / AK 18,00 €
Shuttleservice! Abfahrt ab REHA-Klinik: 18:30 Uhr. REHA-Patienten bitte in die Liste im Patientenordner eintragen!
Infos: Über Fred Böhme, Tel.: 034671-61923, E-Mail: fred.boehme@panorama-museum.de
Medien zum Artikel
Fred Böhme