Kurzmeldungen

Kritik an Leiharbeit

2-Klassen-ArbeitnehmerInnen aufheben meint Kersten Steinke

Thüringen. Immer mehr Erwerbslose werden in Leiharbeitsstellen vermittelt. In Thüringen ist es jeder Fünfte. 40 Prozent der freien Stellen in Thüringen waren im Jahr 2013 von Leiharbeitsfirmen gemeldet worden. Doch Beschäftigung in der Leiharbeit ist oft nur von kurzer Dauer. Da knapp die Hälfte aller begonnenen Leiharbeitsverhältnisse nach spätestens drei Monaten wieder beendet ist, ist dieser Vermittlungserfolg äußerst zweifelhaft. Zudem liegen die Löhne der LeiharbeitnehmerInnen trotz des Mindestlohns im Schnitt 43 Prozent niedriger als bei regulär Beschäftigten. Beim Abbau der Arbeitslosigkeit spielt die Leiharbeit trotz ihres hohen Anteils an den vermittelten Stellen daher kaum eine Rolle


Die Linke Thüringerin Kersten Steinke sieht das Problem bundesweit: "20 Jahre Reformen am Arbeitsmarkt haben für mehr Beschäftigung gar nichts gebracht. Im Gegenteil: Teilzeit-, Minijobs und Leiharbeit reichen für viele nicht zum Leben."

Da Leiharbeit sich bundesweit in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat und bei über 800.000 Stellen liegt, aber nicht mehr Arbeitsplätze entstanden sind, bedeutet dies, dass nach und nach Stammbelegschaft durch Leiharbeit ersetzt wurde. Ursprünglich sollten mit diesem Instrument Produktionsspitzen in den Unternehmen abgefangen werden. Stattdessen wird die Leiharbeit von Arbeitgebern systematisch missbraucht. Leiharbeiter verdienen für die gleiche Arbeit bis zu 40 Prozent weniger als die Stammbelegschaft. Das ist nicht hinnehmbar. Die Politik hat hier den Arbeitgebern ein Schlupfloch geöffnet, das wieder geschlossen werden muss.

Deshalb hat DIE LINKE im Bundestag eine Antrag „Leiharbeit und Werkverträge eingrenzen und umfassend regulieren“ eingebracht, der heute im Plenum debattiert wird.

Pressemitteilungen Kersten Steinke

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