Kurzmeldungen

Keine Zukunft ohne Weidetierprämie

Steinke kritisiert Bundesregierung

Berlin. Schaf- und Ziegenhaltende Betriebe sind immer mehr vom finanziellen Ruin bedroht. Schaf- und Ziegenhalter leisten aber einen wichtigen Beitrag für Klima-, Natur- und Hochwasserschutz, für gute regionale Produkte und eine tiergerechte Haltung.
Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Nordthüringen, kritisiert das Verhalten der Bundesregierung: "Sie schaut dabei zu, wie in den letzten zehn Jahren knapp 10.000 Betriebe aufgeben mussten. Zusammen mit den Grünen fordern wir in einem gemeinsamen Antrag eine Weidetierprämie von 30 Euro pro Muttertier und Jahr ab 2020, so wie sie 22 andere EU-Mitgliedstaaten auch haben. Obwohl z.B. Lammfleisch, Ziegenkäse und Ziegenmilch immer beliebter werden, ist der gesamte Schaf- und Ziegensektor gefährdet. Deshalb hat die EU ein Förderinstrument zur Erhaltung bedrohter Sektoren geschaffen, sofern sie eine besondere soziale, wirtschaftliche oder ökologische Bedeutung haben. Nur in Deutschland wird dieses Förderinstrument der Direktzahlungen zur Bestandssicherung der Schaf- und Ziegenhaltenden Betriebe nicht eingesetzt."

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