Land und Leute

Nordthüringen baut betriebsnahe Berufsorientierung weiter aus

Pilotprojekt in Nordthüringen - Praktikum einen Tag pro Woche für ein ganzes Jahr für 120 Schülerinnen und Schüler.

vorn:  Falk Bogsch (Schulleiter der Staatlichen Regelschule

vorn: Falk Bogsch (Schulleiter der Staatlichen Regelschule "Franzberg" Sondershausen) Gabriele Körner (Schulleiterin der Staatlichen Regelschule "J.-C. Fuhlrott" Leinefelde) Kati Flöder (Schulleiterin der Stattlichen Regelschule "J.-E. Lessing" Nordhausen) zweite Reihe: Franka Hitzing (Staatliches Schulamt Nordthüringen) Karsten Froböse Vorsitzender Geschäftsführung Agentur für Arbeit Nordhausen Dr. Bernd Uwe Althaus (Staatliches Schulamt Nordthüringen) dritte Reihe: Anika Preidel (Staatlichen Regelschule "J.-C. Fuhlrott" Leinefelde) Christian Böduel (IHK, Regionale Service-Center Landkreise Nordhausen, Eichsfeld und Kyffhäuserkreis)

Kyffhäuserkreis. Am 23. Februar ist es soweit – für rund 120 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen startet in Nordthüringen das Pilotprojekt „TiP – Tag in der Praxis“.

Begonnen wird zunächst in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld mit jeweils einer Partnerschule. Im Kyffhäuserkreis verzögert sich der Beginn pandemiebedingt mit rund 60 Schülerinnen und Schülern auf die Woche nach Ostern.

„Mit dieser Idee werden Erinnerungen an früher wach. Wir wollen Bewährtes aus der Vergangenheit für die Zukunft unserer Jugendlichen nutzen“, sagt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. „Im letzten Jahr gab es über 1.200 Ausbildungsstellen in unserer Region. Die Signale aus der Wirtschaft sind eindeutig. Die Betriebe wollen ausbilden und die Chancen für Jugendliche sind gut.“
Man sei sich einig, dass junge Leute bei der Vielzahl der Berufe mehr Zeit benötigen, um sich damit intensiver und länger als bisher auseinandersetzen zu können. Dabei sei das praktische Erleben besonders wichtig.

Gemeinsam mit dem Schulamt Nordthüringen, der Industrie- und Handelskammer und den Kreishandwerkerschaften wolle man frischen Wind in den Prozess der Berufswahl bringen.

Einmal pro Woche, jeweils mittwochs, werden die Schülerinnen und Schüler in einem Unternehmen drei Monate lang praktische Erfahrungen sammeln und Ausbildungsberufe aus nächster Nähe kennenlernen. Danach wird in einen anderen Betrieb gewechselt. Auf diese Art und Weise sollen die Jugendlichen bis zum Bewerbungsbeginn in der neunten Klasse, mehrere Unternehmen durchlaufen und Ausbildungsberufe kennengelernt haben. Rund 120 Arbeitgeber stehen in den Startlöchern, so dass ausreichend Praktikumsplätze zur Verfügung stehen.

„Wir verlagern einmal pro Woche den Unterricht in die Wirtschaft und das für ein ganzes Jahr“, bestätigt Schulamtsleiter Bernd Uwe Althaus. „So bringen wir junge Leute und Ausbildungsbetriebe in einer entscheidenden Phase der Berufswahl näher zusammen.“ Das sei nicht nur für die Jugendlichen von Vorteil. Auch die Unternehmen würden die Form eines regelmäßigen und längeren Praktikums durchaus begrüßen, bestätigt Christian Böduel, Regionalleiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Nordthüringen. „Das Thema Fachkräfte bewegt uns tagtäglich. Ausbildung ist und bleibt eine wesentliche Säule.“ Dafür biete das Projekt TiP eine solide Grundlage.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Nordhausen

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