Kurzmeldungen

Ärztliche Versorgung

im ländlichen Raum

Sondershausen. In der öffentlichen Diskussion in den neuen Bundesländern, speziell auch im Kyffhäuserkreis, nimmt die ärztliche Versorgung gerade im ländlichen Bereich einen hohen Stellenwert ein.

Unter Berücksichtigung des demografischen Faktors und der zunehmenden Veralterung ist eine angemessene ärztliche Versorgung im ambulanten Bereich ein wichtiger Standortfaktor.



Im Hinblick auf die aktuelle Lage im Kyffhäuserkreis, auch im Bereich der kinderärztlichen Versorgung, bemüht sich das Landratsamt des Kyffhäuserkreises seit längerem um eine Verbesserung der Situation. Auch aus diesem Grund hat die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Frau Antje Hochwind (SPD) am Donnerstag, den 04. Juni 2015 zu einer Beratung verschiedene Vertreter von Institutionen eingeladen. Ihrer Einladung waren, neben Fachleuten aus dem eigenen Haus auch Herr Dr. med. Thomas Schröter, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen und Herr Kay Brehme als zuständiger Referatsleiter aus dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefolgt.



„Es ist unsere gemeinsame Aufgabe“, so Frau Antje Hochwind, „unabhängig von konkreten Zuständigkeiten im ambulanten Bereich bessere Bedingungen zur Ansiedlung von Ärzten zu schaffen.“


Basierend auf einem einführenden Vortrag der Amtsärztin Frau Dipl.-Med. Sabine Hausweiler über den aktuellen Ist-Stand der ärztlichen Versorgung und des Versorgungsgrades im Kyffhäuserkreis wurden verschiedene, sehr konkrete Maßnahmen zur Gewinnung von Ärzten angesprochen.

Dr. Schröter informierte, dass im Ergebnis der aktuellen öffentlichen Diskussion durch die Kassenärztliche Vereinigung jetzt mobile Landarzthelferinnen („Gemeindeschwestern“) für Hausarztpraxen vergütet werden.



Im Verlauf der Beratung wurden unterschiedliche innovative Modelle, sowie neue Formen und Wege für die Gewinnung und Ansiedlung von Ärzten im ländlichen Raum diskutiert und unter Berücksichtigung der speziellen Probleme im Ostteil unseres Kreises die Umsetzung verschiedener Schritte vereinbart.



Dazu Frau Hochwind:

„Die Beratungen werden weitergeführt; wir wollen gemeinsam mit dem Sozialministerium und der Kassenärztlichen Vereinigung bessere Lebensbedingungen schaffen. Die Bezahlung von Gemeindeschwestern für Hausarztpraxen ist ein erster, aber sehr wichtiger Baustein.“

Pressemitteilungen Landratsamt

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