Kurzmeldungen

Epilepsie

Es kann jeden treffen

Berlin. Ca. 600.000 Menschen leiden in Deutschland an Epilepsie. Diese Krankheit kann man für einen Großteil der Betroffenen sehr gut heilen und medikamentös behandeln. Allerdings reagieren Epilepsiepatienten auf Therapien ausgesprochen individuell - selbst wenn sie an der gleichen Form der Epilepsie erkrankt sind. Für ein Drittel der Kranken, das betrifft immerhin 200.000 Menschen in Deutschland, die nicht auf die herkömmlichen Medikamente ansprechen, ist das ein großes Problem, denn Epilepsie kann auch zum Tode führen. Deshalb brauchen Menschen mit schwerbehandelbaren Epilepsien in Deutschland neue, wirksame Medikamente zur Epilepsiebehandlung. In einer öffentlichen Petition des Epilepsie Bundes-Elternverbandes mit 19.871 Unterschriften wurde bereits im April 2015 vom Bundestag gefordert, das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) so nachzubessern, dass es Lösungsmöglichkeiten für individualisierte Therapien gibt. Auch sollte es bei der Zulassung neuer Medikamente auf dem internationalen Markt keine systematische Benachteiligung deutscher Patienten gegenüber anderen Betroffenen in Europa geben. Diese Umstände werden derzeit durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) unzureichend berücksichtigt. Kersten Steinke, Abgeordnete aus Nordthüringen, kritisiert den nun erfolgten Abschluss der Petition durch alle anderen Fraktionen im Bundestag, denn „bei einer Neuregelung bzw. Überarbeitung des AMNOG ist zu berücksichtigen, dass die Grundlagenforschung für neue Arzneimittel zwar zu großen Teilen von der Öffentlichkeit finanziert wird, diese aber nahezu keinen Einfluss darauf hat, welche Arzneimittel entwickelt und welche Zulassungen beantragt werden.“

Pressemitteilungen Kersten Steinke

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