Kurzmeldungen

Die Unsichtbaren sichtbar machen

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft erinnert an Opfer des Nazi-Regimes

Berlin. In der Berliner Zentrale der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) erinnert künftig ein Informations- und Gedenkort an Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. In diesem Rahmen werden erstmals auch Schicksale von bisher weitgehend unbekannten Nazi-Opfern aufgezeigt.   
Neueren Forschungen zufolge sind mehr Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime tätig gewesen als bisher bekannt. Beschäftigte der deutschen Reichsbahn wurden aber auch aus rassischen oder politischen Gründen verfolgt. Hier haben insbesondere die Wissenschaftler Prof. Siegfried Mielke und Dr. Stefan Heinz von der Freien Universität Berlin zahlreiche bisher unbekannte Schicksale recherchiert. Rund 130 solcher Biographien, zum Teil mit Fotos und Hintergrundmaterial versehen, werden in dem interaktiven Gedenkort dargestellt. Das Material soll schrittweise erweitert werden.  

Die Informationen hat ein kleiner Kreis von ehrenamtlichen EVG-Mitgliedern zusammengestellt. Dabei haben sie auf die aktuelle Buchveröffentlichung von Mielke und Heinz („Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat“), verschiedene Archive, Materialien der Berliner Stolperstein-Initiative sowie auf eigene Recherchen zurückgegriffen.

Reiner Sörgel EVG/DGB

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