Kurzmeldungen

Hitze und Trockenheit beschleunigen Wandel im Wald

auch in der Hohen Schrecke

Wiehe. Auch in der Hohen Schrecke leidet der Wald unter den Folgen von Hitze und Trockenheit. Viele Bäume erreichen mit ihren Wurzeln kein Wasser mehr. Nicht nur Nadelholz, auch die Buchen sterben ab. Das noch wenige vorhandene Nadelholz, darunter auch die Lärche wird durch den Borkenkäfer so stark befallen, dass auch sie abstirbt.
Wer am Bärental in der Hohen Schrecke unterwegs ist, kann es - wie überall - auch dort mit eigenen Augen sehen: Die Fichte ist bereits vollständig abgestorben, auch die Lärchen sterben oftmals innerhalb einer Woche am Käferbefall. Dort, wo zurzeit die Hängeseilbrücke über das Bärental gebaut wird und künftig eine Perle des Thüringer Urwaldpfades zu erleben sein wird, lichtet sich auch der Wald – stärker und früher als erwartet. Mit dem Brückenbau selbst hat dies aber nichts zu tun. Die aktuelle Fällung der vom Käfer befallenen Lärchen soll möglichst die rasche Ausbreitung des weiteren Befalles verlangsamen und gleichzeitig auch die Waldbesucher vor der Gefahr von herabfallenden Totästen und umstürzenden toten Bäumen schützen. Beruhigend ist, dass in diesem Bereich bereits der neue natürliche Laubmischwald in den „Startlöchern“ steht. Der Wandel von der aufgeforsteten Wirtschaftsfläche hin zum zukünftigen Laubmischwald ist nicht aufhaltbar. Die Veränderungen im Wald werden künftig von der Brücke aus gut zu sehen sein: wie entwickelt sich der Wald, wenn er sich selbst überlassen wird und langfristig zur Wildnis werden darf.
Der Brückenbau selbst geht, nach einer kleinen Sommerpause, gut voran. Bald werden die Seile gespannt, gleich danach Zug um Zug die Lauffläche und das Geländer montiert. Die Eröffnung ist für Anfang Oktober geplant.
Der Bau der Brücke wird durch die finanzielle Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Umweltschutz (TMUEN), des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Stiftung Naturschutz Thüringen sowie mit Unterstützung durch den Kyffhäuserkreis ermöglicht. Für ca. eine Million Euro entsteht eine schmale und schlichte Konstruktion als neuer Höhepunkt für Besucher der Hohen Schrecke.

Robin Kendon

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