Kurzmeldungen

EVG setzt innovativen Tarifvertrag durch

Erstmals Wahlmodell vereinbart – Mehr als 5 Prozent Lohnerhöhung im Volumen – Forderungen der EVG-Mitglieder umgesetzt

Erfurt. Der neue Tarifabschluss für die rund 100.000 Mitglieder der EVG, die bei der Deutschen Bahn beschäftigt sind, steht. Am späten Montagabend stimmten die Vertreter der zuständigen Tarifkommissionen dem vorliegenden Verhandlungsergebnis einstimmig zu.

„Wir haben es geschafft; in langen und zeitweise sehr schwierigen Verhandlungen konnten wir unser Wahlmodell letztlich doch so durchgesetzt, wie wir das wollten", machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba deutlich. Auch bei allen anderen wesentlichen Punkten habe sich die EVG mit ihren Forderungen durchgesetzt.



Vereinbart wurde eine Lohnerhöhung von 5,12 Prozent im Volumen, die in zwei Stufen wirksam wird: 2,5 Prozent ab dem 1.4.2017, sowie weitere 2,62 Prozent ab dem 1.1.2018. EVG-Mitglieder können dabei selbst entscheiden, ob sie diese 2,62 Prozent als weitere Lohnerhöhung oder lieber in Form von sechs Tagen zusätzlichen Urlaub nehmen.
"Klar ist, dass nicht nur freie Tage gewährt werden, wie vom Arbeitgeber ursprünglich gefordert, sondern dass für alle EVG-Mitglieder ein echter zusätzlicher Urlaubsanspruch besteht. Und wer seine Arbeitszeit lieber um eine Stunde verkürzen will, kann das ebenfalls tun“, stellte Regina Rusch-Ziemba fest. "Eine solche Wahlmöglichkeit hat es bislang noch nie gegeben, die haben wir für unsere Mitglieder erstmals in einem Tarifvertrag vereinbart", machte sie deutlich.

Für die Zeit zwischen dem Auslaufen des alten Tarifvertrages und dem Inkrafttreten des neuen sind 550 Euro vereinbart worden, die bereits im Januar als Einmalzahlungen gezahlt werden; Nachwuchskräfte erhalten 250 Euro. Der neue Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2018.

„Unser Tarifabschluss gilt für alle bei der DB AG beschäftigten Mitglieder für die wir in dieser Tarifrunde verhandelt haben gleichermaßen, da gibt es keinerlei Unterschiede“, machte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba deutlich. Die DB AG hatte im Verlauf der vier Verhandlungsrunden immer wieder versucht, mit unterschiedlichen Angeboten Unfrieden in die Mitgliedschaft der EVG zu tragen. „Auch das konnten wir verhindern, weil unsere Mitglieder keine Spaltung der Eisenbahnerfamilie dulden; da wären wir ganz schnell auf der Straße gewesen“, sagte Regina Rusch-Ziemba. „Das hat der Arbeitgeber verstanden, die deutlich vernehmbare Warnstreikdrohung hat uns in den Verhandlungen sehr geholfen“, stellte sie fest.

"Wir haben ein großes Paket geschnürt und konnten uns dank guter Vorbereitungen, einem energischen Auftreten, ergebnisorientierter Verhandlungen und dank der eindrucksvollen Unterstützung unserer Mitglieder in allen wesentlichen Punkten durchsetzen", stellte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba fest. Nun müsse nur noch der Bundesvorstand der EVG zustimmen, dann sei der Abschluss in trockenen Tüchern.

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