Politik

Zum Quartiersmanagement Königstuhl

Zur Auftaktveranstaltung des Projekts Quartiersmanagement Königstuhl hat Torsten Blümel am Freitag (21.6.) eine kleine Rede gehalten, die hier nachgelesen werden kann.

Artern. Sehr geehrte Frau Bundestagsabgeordnete Steinke,
sehr geehrte Frau Ministerin Taubert,
sehr geehrte Frau Landrätin Hochwind,
sehr geehrte Frau Rüde von unserer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Aratora und
sehr geehrter Herr Albe von der AWG Kyffhäuserwohnungsbaugenossenschaft,
verehrte Partner des Netzwerks Quartiermanagement und des Jugend- und Sozialamtes,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Kinder!

Das Wohngebiet Königstuhl mit seinen Wohnungen der AWG und der Aratora, in dem wir uns hier befinden, hat schon einige Umbrüche erlebt. Geplant noch zu DDR-Zeiten entstanden die letzten Wohnungen erst nach der Wende. Danach kam die Hoch-Zeit, alle Wohnungen waren vermietet, es gab ein Einkaufszentrum, Fleischer, Bäcker, einen Drogeriemarkt die Menschen fühlten sich hier wohl. Doch der nächste Umbruch ließ nicht lange auf sich warten, viele Menschen verließen die Stadt, Wohnungen standen leer, der Einkaufsmarkt schloss, Fleischer und Bäcker folgten, die Sparkasse demontierte ihren Geldautomaten. Dann wurden Wohnblöcke abgerissen, oder wie man heute beschönigend sagt: Es erfolgte der Rückbau.
Doch die Stadt, die Aratora und die AWG gaben dieses Wohngebiet nicht auf. Gemeinsam wurde daran gearbeitet, dieses Wohngebiet zu erhalten, wohnenswert zu halten. Als letztes wurden gemeinsam die Außenanlagen in mehreren Straßen neu gestaltet, es entstand ein Bolz- und Spielplatz. Die beiden Wohnungsunternehmen bauten neue Fenster und Hauseingangstüren ein und sanierten die Treppenhäuser. Sie tragen gemeinsam dazu bei, die Qualität dieses Wohngebietes zu erhalten.

Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, können die Stadt und die Wohnungsgesellschaften viel für dieses Wohngebiet tun, aber nicht jede Entwicklung beeinflussen. Oft sind wir von Entscheidungen oder auch Fehlentscheidungen anderer abhängig. Das hat auch dieses Wohngebiet geprägt. Aber da ich selbst 5 Jahre hier gewohnt habe, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass der Königstuhl bei weitem nicht so ist, wie der Ruf, der ihm manchmal nachgesagt wird.

Mit dem Quartiersmanagement soll jetzt denen Hilfestellung gegeben werden, die diese dringend brauchen. Diese Notwendigkeit hatte die städtische Wohnungsbaugesellschaft bereits seit langem erkannt und schon 3 Mal eine Sozialarbeiterin für den Königstuhl beschäftigt und eine enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter gepflegt. Man kann also sagen, dass die Aratora eine Vorreiterolle für das Quartiersmanagement ausgeübt hat. Doch dies ist eigentlich nicht die Aufgabe eines Wohnungsunternehmens.

Sehr geehrte Frau Ministerin, sehr geehrte Frau Landrätin,
wir begrüßen es deshalb, dass für das Projekt Quartiersmanagement das Wohngebiet Königstuhl in Artern ausgewählt wurde. Damit werden die städtischen Bemühungen unterstützt, die Wohn- und Lebensbedingungen hier weiter zu verbessern. Lassen sie uns gemeinsam am Projekt Quartiersmanagement Königstuhl arbeiten.

Danke!

Torsten Blümel

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