#schieferturm

Land und Leute

Stabilisierungsarbeiten am Schiefen Turm abgeschlossen

Stadt sieht damit den Turm als dauerhaft gerettet an.

Bad Frankenhausen. Zur Zeit wird am Schiefen Turm von Bad Frankenhausen das Gerüst zurückgebaut und damit wird sichtbar, dass die Arbeiten am Schiefen Turm sich dem Ende neigen.



Auch der Turm neigt sich deutlich weniger als noch vor vielen Jahren, sodass die Stabilisierung des Schiefen Turmes ein voller Erfolg war. Auch finanziell gesehen war die Maßnahme eine voller Erfolg, denn die eingeplante 1 Mio. Euro reichte zusätzlich noch, um die komplette Mauerwerkssanierung am Schiefen Turm durchführen zu können.

„Für uns sind diese Tage sehr bewegend. Hat sich doch ein extrem langer Kampf um die Rettung des Wahrzeichen und des bekannten Schiefen Turmes letztendlich gelohnt und wir konnten das denkmalgeschützte Bauwerk nachfolgenden Generationen erhalten“, so der Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen Herr Matthias Strejc (SPD).

Besonders freut es ihn, dass die ursprünglich eingeplanten Kosten für die Stabilisierung deutlich unterschritten wurden und somit die komplette Mauerwerkssanierung des Schiefen Turmes mit umgesetzt werden konnte. „Unser Turm ist also kein Fass ohne Boden, wie es einige Skeptiker prophezeit haben. Ganz im Gegenteil. Und die Stabilisierung war ein voller Erfolg, da sich der Turm bereits in den ersten Monaten nach Anbringen der Stützpfeiler kaum mehr neigt bzw. bewegt“, so der sichtlich zufriedene Bürgermeister der Kurstadt.

Denn bis zum Jahr 2007 neigte sich der Schiefe Turm jährlich um 60 mm, im letzten Jahr neigte sich der Turm nur non 5 mm. Ein toller Erfolg für die Stadt, den Architekten Dr. Trabert sowie für alle beteiligten Baufirmen, die mit stolz ihre Arbeiten am Schiefen Turm ausgeführt haben.

„Viele Firmen haben zur Ausschreibung sehr gute Preise angeboten, da sie unbedingt an der Sanierung des Schiefen Turmes beteiligt sein wollten, daher auch die sehr guten Ausschreibungsergebnisse“, so Matthias Strejc. Allein bei den Ausschreibungen konnte die Kommune gegenüber der Kostenberechnung ca. 116 T€ einsparen



Möglich wurde die Stabilisierung durch die Gewährung von Fördermitteln in Höhe von 703.000,-€ durch den Bund. Im Rahmen des Fördermittelprojektes „Nationale Projekte des Städtebaus“ erhielt die Kurstadt im Herbst 2014 die finanzielle Zuwendung quasi kurz vor dem Abriss des Wahrzeichens.



Im Jahr 2015 erhielt die Stadt Bad Frankehausen zur großen Freude den geänderten Fördermittelbescheid des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Damit konnte die Kurstadt deutlich mehr Arbeiten am Schiefen Turm ausführen als ursprünglich geplant.

Die Stadt stellte im Herbst 2014 einen Fördermittelantrag auf finanzielle Mittel aus dem neuen Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Ende 2014 erhielt die Kommune dann einen Fördermittelbescheid über 703.700,-€. Mit den erforderlichen Eigenmitteln von 351.800,-€ konnte die Kurstadt als Eigentümer des Schiefen Turmes die dringend notwendige Stabilisierung in Höhe von 1.055.555,-€ beginnen. Den Antrag stellte damals die Kommune als sogenannte „Brutto-Förderung“.



In den letzten Jahr setzte sich die Kommune mit den zuständigen Finanzamt und Behörden auseinander und auf Antrag der Kommune ist nun die Stadt vorsteuerabzugsberechtigt für diese Baumaßnahme. Das heißt konkret, die Kommune kann nun nicht 1.055.555,-€ brutto ausgeben sondern 1.055.555,-€ netto zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 Prozent. In Summe bedeutet dies, das Arbeiten in Höhe von 200.555,-€ zusätzlich ausgeführt werden könnten. Daraufhin stellte die Stadt Bad Frankenhausen einen Änderungsantrag und erhielt gestern die Genehmigung seitens des Ministerium auf die gewünschte Netto-Förderung.

„Wir freuten uns enorm über diesen Änderungsbescheid. Denn so konnten wir ohne das mehr Fördermittel flossen, ohne dass die Kommune mehr Eigenmittel auf den Tisch legen musste, weitere wichtige Arbeiten am Schiefen Turm von Bad Frankenhausen durchführen.“, so der Bürgermeister der Kurstadt Bad Frankenhausen Herr Matthias Strejc (SPD).




In den nächsten Jahren sind drei weitere Bauabschnitte geplant:


Der 2. Bauabschnitt soll die Sanierung der Turmhaube beinhalten, der 3. Bauabschnitt die Sanierung der Außenmauern des Kirchenschiffs und der letzte vorläufige Bauabschnitt ist die touristische Erschließung.

„Wichtig ist für uns, den Turm dauerhaft gerettet zu haben. Nun werden wir in den kommenden Jahren mit dem Freistaat Thüringen wieder beraten, um diese Maßnahmen gefördert zu bekommen. Ich bin persönlich optimistisch, dass der Freistaat uns weitere Fördermittel gewährt. Denn wenn für die Bundesrepublik Deutschland dieses Projekt nationale Bedeutung hat, dann sollte sich der Freistaat zukünftig seiner Verantwortung stellen, und die Bauabschnitte fördern“, so Strejc.
Das Bauministerium des Freistaates Thüringen hatte in den zurückliegenden Jahren eine Förderung kategorisch ausgeschlossen. „Es waren persönliche Befindlichkeiten des damaligen CDU-Bauministers Carius, der mir als Bürgermeister kein persönliches Denkmal fördern wollte. Was völliger Quatsch war und ist. Nun sind zum Glück die politischen Verhältnisse in Thüringen andere und ich bin optimistisch dass in den kommenden Jahren die Arbeiten am Schiefen Turm weiter gehen“, so Bürgermeister Strejc.



Die Kurstadt wird die Rettung des Turmes groß feiern. Am 12. August wird es ein großes Turmfest anlässlich der Fertigstellung der Arbeiten am Schiefen Turm geben.



Zur Rettung wurde damals eigens ein Kinospot gedreht, welche in Thüringen ausgestrahlt wurde:



http://der-schiefe-turm.de/kinospot





Hier der Link eines weiteren Image-Filmes:



http://der-schiefe-turm.de





Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mit seinen 4,60 Meter außer Lot deutlich schiefer als der weltberühmte Schiefe Turm von Pisa in Italien. Seit Jahrzehnten haben die Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Wahrzeichens der Kurstadt gekämpft und haben nach viel Anstrengung ihr Ziel erreicht.

Die Rettungsbemühungen der Kommune sorgten deutschlandweit für Aufsehen und zeigten, wie einzigartig das baukulturhistorische Bauwerk in der Kurstadt Bad Frankenhausen ist.

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