Kurzmeldungen

Trotz Corona

https://www.arterner-zeitung.de/artikel/2020-03/Trotz-Corona

Bauarbeiter im Kyffhäuserkreis packen noch zu

Kyffhäuserkreis. Die Republik geht ins Home-Office, aber auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter: Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche im Kyffhäuserkreis mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Darauf weist die Gewerkschaft IG BAU hin – und dankt den 1.140 Bau-Beschäftigten im Kreis für ihren Einsatz. „Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen das auch weiterhin. Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen“, betont Harald Buntfuß von der IG BAU Nordthüringen.

Damit leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft. „Es sind die Maurer und Zimmerleute, die Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer. Und vor allem auch die, die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-Industrie. Sie alle halten einen zentralen Wirtschaftszweig im Kyffhäuserkreis am Laufen. Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorgt, der baut mit seinem Job ein Stück an der Zukunft. Damit leisten Bauleute einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Es ist Zeit, ihnen dafür einfach auch mal ‚Danke!‘ zu sagen“, so Buntfuß.
Zugleich appelliert der Gewerkschafter an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im vollbesetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse hier ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen.

„Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also 2 Meter. Das gilt für alle Bürger – und das muss auch auf dem Bau gelten. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, muss der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. All das heißt, dass sich Gewohnheiten ändern müssen. Es darf nicht alles 08/15 weiterlaufen. Viele Handgriffe, viele Sachen, die ‚schon immer so waren‘, gehen jetzt nicht mehr. Arbeitsabläufe müssen sich ändern. Der Schutz der Beschäftigten hat oberste Priorität. Missachtet der Chef das, müssen sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Dabei hilft die Gewerkschaft“, macht Buntfuß deutlich.

Der Kontakt zur IG BAU Nordthüringen: nordhausen@igbau.de. Mehr Infos für Beschäftigte zur Arbeit in Corona-Zeiten: www.igbau.de.

Pressemitteilungen IG BAU Nordthüringen

Kommentare

Kommentieren
Im Moment sind keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten!

#corona

Beliebte Artikel

Zur Leseliste hinzufügen

Verkehrskontrolle deckt gleich mehrere Straftaten auf

Reinsdorf gefälschter Führerschein und illegale Einreise

Zur Leseliste hinzufügen

Schon wieder: perfides Spiel mit der Angst

Artern Betrüger erbeuten mehrere tausend Euro Bargeld

Zur Leseliste hinzufügen

Fahrzeug geht in Flammen auf

Bad Frankenhausen Feuerinferno in der Marktstraße

Zur Leseliste hinzufügen

Verkehrskontrolle mit Folgen

Artern Promillefahrt in Artern

Beliebt

Neueste Artikel

Zur Leseliste hinzufügen
vor einem Tag

Mann reißt Wand ein

Artern Polizei nimmt Ermittlungen auf

Zur Leseliste hinzufügen
vor 2 Tagen

Dreister Dieb bedient sich an Einkäufen

Artern Zigarettenklau: Täter gefasst

Zur Leseliste hinzufügen
vor 2 Tagen

Weihnachtsmarkt Wiehe 2025

Wiehe Funkelnde Lichter und festliche Melodien erwarten Sie: Entdecken Sie auf den Weihnachtsmarkt 2025 in Wiehe mit zauberhaftem Programm.

Zur Leseliste hinzufügen
vor 2 Tagen

Gemeinde und Städtebund Kyffhäuserkreis wählt neuen Vorstand

Sondershausen Neue Weichen für den Kyffhäuserkreis: Wer gestaltet die kommunale Zukunft und welche Themen bewegen die Bürgermeister?